Erfolgreichste Skirennläuferin und Sportlerin des 20. Jahrhunderts.

Von Kleinarl in die Welt - und zurück
Ich selbst bin in Kleinarl aufgewachsen, im Zeichen der Natur und des Skilaufs. Hier habe ich meine ersten Schwünge gezogen und konnte nicht ahnen, dass ich später einmal 5fache Weltmeisterin, 6fache Weltcupsiegerin und Olympiasiegerin werden sollte. Hier habe ich mir auch die Kraft für meine 62 Weltcup-Einzelsiege geholt – so viel, wie bisher keine andere Sportlerin.



In diesen hektischen Tagen zwischen Sapporo, Val d’Isère und Quebec hat mir Kleinarl Halt gegeben, hat dafür gesorgt, dass ich mit der Realität immer fest verwurzelt geblieben bin: "Do kumm i her, do g’hör i hin!" – wie es Rainhard Fendrich in einem Lied ausdrückt. So bin ich im Sommer jede Woche vom Dorf Kleinarl zum Tappenkarsee gelaufen oder auf die Ennskraxn gestiegen, um Form und Kondition zu überprüfen – in den 70ern herrschten eben noch andere Sitten und Methoden im Hochleistungssport. Unverändert sind sowohl der Tappenkarsee als auch unser Hausberg, die Ennskraxn im Sommer lohnende Ziele für alle Berg- und Naturfreunde.

Herzlichst, Ihre
Annemarie Moser-Pröll



Die Eckdaten eines bewegten Lebens:

Geburtsdatum: 27. März 1953
Geburtsort: Kleinarl
Eltern:  Maria und Josef Pröll
Kindheit:

am elterlichen Bauernhof in Kleinarl mit 7 Geschwistern

Hochzeit: 

Oktober 1973 heimliche, standesamtliche Trauung mit Herbert Moser (ehemals Atomic Angestellter)
Mai 1974 kirchliche Trauung in Kleinarl

Familie:        

November 1982 Geburt der gemeinsamen Tochter Marion, Dezember 2002 Geburt des Enkel Elias – der Sonnenschein im Haus.    


Schulische Ausbildung:

8 Jahre Besuch der Volksschule in Kleinarl
1 Jahr Besuch des ersten Polytechnischen Lehrgangs mit dem Zweig Sport und mit einem Internat. Vormittags fand der Schulunterricht statt, nachmittags wurde Sport betrieben. Skifahren zählte dabei zum sportlichen Schwerpunkt.


Sportliche Karriere: 

mit bereits 12 Jahren – erster Sieg bei einer Bezirksmeisterschaft, sowie Aufnahme ins Landeskader.

Der erste Weltcupsieg folgte mit knapp 17 Jahren in Marburg.

12 aktive Jahre, in der Skigeschichte geschrieben wurde;
von 1968 – 1980!
Wobei es eine Pause von einem Jahr dazwischen gab 1975 – 1976. Das Comeback nach dieser kurzen Auszeit fand in Val d’Isère statt.

Die sportliche Karriere wurde von Trainer Charly Kahr und Servicemann Balthasar Schwaighofer erfolgreich unterstützt.

Zu jahrelangen Begleiterinnen und Zimmerkolleginnen zählen Ingrid Eberle und Gertrud Gabel.
Zur Konkurrenz zählten Hanni Wenzel, Irene und Maria Epple, Rosi Mittermaier, Marie Theres Nadig und Gitti Habersatter.

In der gesamten aktiven Zeit gab es keine ernstliche Verletzung, Grundvoraussetzungen dafür waren optimale körperliche Arbeit und entsprechende Konditionierung.

Viele Fans begleiteten die aktive Zeit, bis zu 20.000 Fanbriefe wurden pro Saison gezählt. Annemarie Moser-Pröll zählt zu einer der populärsten Sportlerinnen.

1999 – Wahl zur Sportlerin des 20. Jahrhunderts – die wohlverdiente Auszeichnung einer unvergleichbaren sportlichen Karriere.

Beruflicher Umstieg:

Im Jahr 1976 (Weltcuppause) eröffnete Annemarie Moser-Pröll gemeinsam mit ihrem Mann Herbert das „Café Annemarie“ im Ortszentrum von Kleinarl, welches Sie mit ihrer Familie bis Herbst 2008 führte.
Dies und ihre sportlichen Erfolge gaben dem Ort Kleinarl große wirtschaftliche Impulse.
Das Caféhaus ist inzwischen an einheimische Gastronomen verkauft und wird von diesen als Café-Restaurant-Bar Olympia weitergeführt.

Eigenschaften: 

ehrgeizig, zielstrebig, willensstark, familiär

Vorlieben: 

Annemarie Moser-Pröll hat sich nach vielen erfolgreichen Jahren im Spitzensport und über 30 Jahren in der Gastronomie ins Privatleben zurückgezogen.
Zur großen Leidenschaft gehört die Bewegung in der Natur und die Jagd.